• 19.09.19 | 16:14
  • Allgemein

Happy Birthday FFF Bayern!

Wir gratulieren dem FilmFernsehFonds Bayern sehr herzlich zum 10. Geburtstag der Gamesförderung!

Am 19. September feiert der FFF Bayern mit einem Festakt das zehnjähriges Bestehen der Förderung für digitale Spiele, die im Jahr 2009 startete. Seitdem hat sie sich fest etabliert und ist zu einem wichtigen Finanzierungsfaktor für die verschiedensten Games geworden.

Digitalministerin Judith Gerlach, Förderreferentin Michaela Haberlander und FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein ©FFF Bayern/Kurt Krieger

Bei der Feier im Café Reitschule kamen Vertreter des FFF Bayerns sowie Wegbereiter und -begleiter der letzten zehn Jahre Fördergeschichte zusammen. Anwesend waren Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach, Vertreter aus den verschiedenen Ministerien, die die zehn Jahre Gamesförderung ermöglicht haben,  der Vorstand des hiesigen Entwicklervereins Games Bavaria Munich e.V., Vertreter der LfA Förderbank Bayern, des WERK1 – aber natürlich und vor allem die vielen Förderempfänger, die im letzten Jahrzehnt ihre Projekte mithilfe des FFFs entwickeln konnten, vom frisch gegründeten Absolvententeam bis zum etablierten Studio.                                               

Fotos ©FFF Bayern/Kurt Krieger

74 Konzepte, 56 Prototypen und 29 Produktionen hat der FFF Bayern über die letzten zehn Jahre gefördert. Knapp 10 Mio. €, die ausschließlich aus der bayerischen Staatskasse fließen, verteilen sich auf diese 159 Projekte. Dabei gelten natürlich unterschiedliche Höchstgrenzen: Eine Konzeptentwicklung kann mit 20.000 € gefördert werden, eine Prototypenentwicklung mit bis zu 80.000 € (und bei besonders aufwändigen Vorhaben mit bis zu 120.000 €) und eine Produktion erhält bis zu 500.000 €.

Letzteres ist jedoch ein besonders hervorzuhebendes Novum: Bis vor nicht allzu langer Zeit – vor 2018 um genau zu sein – galt noch eine ganz andere Höchstgrenze für die Produktion: Nur 200.000 € waren maximal zulässig. Das dazugehörige Unwort heißt „De-minimis“ und legt eben genau diese Summe als Maximum fest – pro Firma innerhalb von drei Kalenderjahren. Da das für die stets wachsende bayerische Gameslandschaft jedoch eine nicht ganz so attraktive Obergrenze ist, ließ man die Richtlinie zu Gamesförderung von der EU notifizieren. Das heißt, die Europäische Kommission hat eine neue „Bayerische Richtlinie für digitale Spiele“ inklusive Kulturtest genehmigt, die nicht durch die De-minimis-Regelung einschränkt – ein großer Meilenstein für den Standort.

Aber damit der FFF Bayern solche Summen überhaupt auszahlen kann, war ein anderer Schritt notwendig: die Aufstockung des jährlichen Förderbudgets. 2009 startete man noch mit 240.000 €; ein paar kleinere und größere Sprünge verhalfen dem Budget zu einer aktuellen Größe von etwa 2 Mio. €. In diesem Jahr allein wurden bereits 2,4 Mio. € vergeben – und eine Fördersitzung steht noch aus.

Für diese letzte Sitzung hat sich das Bayerische Staatsministerium für Digitales ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk ausgedacht, wie Digitalministerin Judith Gerlach beim Festakt verkündete: 500.000 € extra gibt es im Jubiläumsjahr! „Mit insgesamt 3 Millionen Euro Gamesförderung setzten wir ein deutliches Zeichen, dass uns die Gamesbranche am Herzen liegt“, so die Ministerin.

Drei Mal im Jahr kann man beim FFF Bayern seine Idee, sein Konzept oder seinen Prototypen einreichen. Ein siebenköpfiger Vergabeausschuss unter dem Vorsitz der FFF-Geschäftsführung Dorothee Erpenstein entscheidet dann über die eingegangenen Projekte.

Die nächste Deadline ist übrigens am 15. Oktober – nicht vergessen und noch rechtzeitig bewerben!

Mehr Fotos gibt es in der FFF-Fotogalerie auf Facebook.